RoWo II schafft die Pokal-Sensation

TSG Wolfstein-Roßbach II – SV Mackenbach 3:2 (2:1)

Aufstellung RoWos: Steffen Schaumlöffel – Patrik Dejon, Patrick Mathias, Jannik Gebhardt, Lukas Lemke – Niklas Jung, Jacob Schell, Christian Groß, Christoph Emrich (63. Julian Christmann) – Markus Berg (15. Ahmet Demiröz), Niklas Lalla.

Ersatz: Felix Weber, Florian Dilly.

Schiedsrichter: Volker Kohlmann (FV Olympia Ramstein)

Tore: 0:1 Hektor (36.), 1:1 Lalla (40.), 2:1 Jung (43.), 2:2 Batista Meier (62.), 3:2 Mathias (83.).

Zuschauer: 72.

Was Teamgeist, Kampf und Leidenschaft bewirken können, hat man an diesem Abend in der RoWo-Arena gesehen, als RoWo II mit dem SV Mackenbach eine weitere A-Klasse-Mannschaft aus dem Pokal warf. Zwar hatte der Gegner mehr Ballbesitz und wohl auch die besseren Einzelspieler, das Kollektiv sprach am Ende dann aber für die Hausherren. Der Anfang verlief noch ausgeglichen, die besseren Chancen hatten zunächst die Gastgeber. So scheiterte Christoph Emrich bei seinem ersten Startelfeinsatz nach gefühlten Ewigkeiten an der Latte. Mit zunehmender Spieldauer übernahm der SVM dann aber die Spielkontrolle und kam seinerseits zu einem Pfostentreffer. Just als sich das Geschehen wieder ein wenig zu beruhigen schien, brachte Thorsten Hektor seine Farben nach einer Ecke per Kopf in Führung. So weit normal, bis dahin auch nicht unverdient. Aber die Kihl-Truppe kämpfte weiter wie besessen und schlug nur wenig später zurück. Niklas Lalla drang in halbrechter Position in den Strafraum ein und feuerte den Ball an den linken Innenpfosten, von wo er hinter die Linie sprang. Und es sollte noch besser kommen, keine drei Minuten später nahm sich Niklas Jung ein Herz, sein Ball schlug, vom Keeper noch leicht berührt, in linken, oberen Winkel ein. Spiel gedreht, Halbzeit… Auch diese Führung war nicht unverdient.

Was die Jungs dann nach dem Seitenwechsel leisteten, einfach nur wow. Mackenbach wechselte zur Pause unter anderem seinen Spielertrainer Heiko Batista Meier ein, der für weitere Belebung sorgte. Und auch wenn man das Gefühl hatte, dass weitere Gegentore eine Frage der Zeit seien, so warf sich eine überragende RoWo-Defensive, unterstützt von allen weiteren Mannschaftsteilen, in jeden Schuss, jeden Pass. Auch wenn die Kräfte nachließen, der Kampf stimmte zu jeder Zeit. Ein raffiniert getretener Freistoß von Batista Meier sorgte dann aber doch für den Ausgleich und das umso stärker werdende Gefühl, dass das Spiel nun den eigentlich von Beginn an erwarteten Gang nehmen würde. Aber hätte, hätte, Fahrradkette… Mit gezielten Nadelstichen konnte man immer wieder für Entlastung sorgen. Bei einem dieser Angriffe konnte Niklas Lalla kurz vor dem Strafraum nur noch per Foul gestoppt werden. Nach dem fälligen Freistoß, getreten von Ahmet Demiröz, fiel der Ball sechs Meter vor dem Tor auf den Fuß von Kapitän Patrick Mathias und fand von dort den Weg ins Netz. Der Jubel kannte keine Grenzen mehr, das Viertelfinale war ganz nah. Erst recht, als der Torschütze zum 0:1 noch vor dem Wiederanpfiff nach einer Schiedsrichterbeleidigung die rote Karte sah. Die Gäste versuchten noch einmal alles, die größte Chance in der restlichen Spielzeit hatten aber wieder die RoWos, doch Niklas Jung verfehlte den Ball frei vor dem Tor nur um Haaresbreite. Kurz darauf war dann aber Schluss, das Ticket für das Viertelfinale gebucht. Auf die gezeigte Leistung können alle Beteiligten zu Recht stolz sein.